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Geschichte

Geschichte der REALIA

Teil 1: 1909 - 1934

Die REALIA wurde am 20. März 1909 als "Vereinigung ehem. Rochlitzer Realschüler in Rochlitz" gegründet
Vorläufer dieses Vereins war eine am 07. August 1898 gegründete "Stiftung ehemaliger Rochlitzer Realschüler" unter Vorsitz des bekannten Rochlitzer Heimatforschers Dr. Clemens Pfau. In dieser Stiftung vereinigten sich ehemalige Schüler der Rochlitzer Realschule, mit den Spendeneinnahmen wurden "würdige Schüler der Oberklasse" finanziell unterstützt.

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Die "Vereinigung ehem. Rochlitzer Realschüler in Rochlitz" - kurz "Realia" genannt, hatte sich zum Ziel gesetzt, den      Zusammenhalt ehemaliger Schüler untereinander als auch die "Schulfreundschaft" zur ehemaligen Schule zu pflegen. Neuer Vorsitzender der Vereinigung war der Lehrer Paul Häußler.
Der erste öffentliche Auftritt des Vereins erfolgte zur "Sedanfeier und Fahnenweihe" der Rochlitzer Realschule am 02.   September 1909
In den folgenden Jahren (unter Vorsitz von Curt Uhle) stieg die Mitgliederzahl stetig an, der Verein war gesellschaftlich und kulturell sehr aktiv und arbeitete mit Schwestervereinigungen in Leipzig, Mittweida und Chemnitz zusammen, einmal jährlich erhielt ein Rochlitzer Realschüler ein Stipendium. 1913 übernahm Stadtrat Max Härtwig den Vorsitz der Vereinigung, im gleichen Jahr trat der Rochlitzer Verein dem "Verbande der ehemaligen Realschüler Deutschlands" bei.
Nach Max Härtwig waren ab 1919 Karl Kunze, Armin Weber und Albert Kramer als Vereinsvorstand tätig, die Inflation im Jahr 1923 brachten der Vereinskasse schwere finanzielle Verluste die erst nach und nach wieder aufgebaut werden konnten

Anlässlich des 50-jährigen Bestehens der Rochlitzer Realschule wurde mit Unterstützung der Realia auf dem Grundstück vor der Turnhalle der Realschule (jetzt Spielplatz - in der DDR "Ernst-Thälmann-Hain") ein Ehrenmal für die Gefallenen des ersten Weltkriegs aufgebaut .
Am 19. Januar 1928 erfolgte die Umbenennung in "Vereinigung ehemaliger Rochlitzer Real- und Deutscher Oberschüler in Rochlitz", damit wurde der Tatsache Rechnung getragen, das der Verein sowohl für Realschüler als auch für Schüler der Deutschen Oberschule (jetzt Johann-Mathesius-Gymnasium) tätig war. Im gleichen Jahr trat man dem "Verein der Freunde der Deutschen Oberschule" bei. 1931 wurden erstmalig ehemalige Oberschüler in den Vorstand gewählt, am 12. März 1931 trug sich die "Realia" in das Vereinsregister der Stadt Rochlitz ein, 1932 erwarb die Vereinigung die Mitgliedschaft im "Landesverband der ehemaligen Deutschen Oberschüler Sachsens"
Die "Realia" veranstaltete in den zwanziger und dreißiger Jahren zahlreiche kulturelle Veranstaltungen und wurde so zu einem gesellschaftlich anerkannten Mitelpunkt der Stadt Rochlitz

Quelle: "Wachsen und Werden der Vereinigung ehemaliger Rochlitzer Real- und Deutscher Oberschüler e.V. in Rochlitz" von Arno Hilbert, Rochlitz 1934

Teil 2 : 1935 - ... ist noch in Arbeit ...
 

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März 2009: 100 Jahre REALIA

Am 22. März 1909 trafen sich 42 ehemalige Rochlitzer Realschüler im “Goldenen Löwen” zu Rochlitz um einen Verein der “Ehemaligen” zu gründen. Am 22. März 2009 konnten wir den 100. Geburtstag des Vereins feiern. Die Vorstandsmitglieder und geladene Gäste, unter ihnen die Oberbürgermeisterin der Stadt Rochlitz, Frau Arndt, trafen sich dazu in der “Bayrischen Bierstube”. Der mit anwesende “Freie-Presse”- Reporter Ralf Härtel schrieb dazu folgenden Artikel:

Rochlitz (Ralf Härtel). Im Gastraum der „Bayerischen Bierstube“ in Rochlitz hatte man am Freitagnachmittag für einige Stunden die Zeit zurückgedreht. Im Rahmen einer kleinen Jubiläumsfeier wurde dort dem 100-jährigen Bestehen des Rochlitzer Schulfördervereins Realia gedacht, der sich seit seiner Gründung im März 1909 als traditionsbewusste Stiftungsgemeinschaft für das Johann-Mathesius-Gymnasium versteht.
An der verbindenden Funktion zwischen der Bildungseinrichtung und deren Fördergruppe, die heute zum größten Teil aus ehemaligen Schülern, aber auch Lehrern und Freunden des Gymnasiums besteht, hat sich auch nach einem Jahrhundert kaum etwas verändert. Die Solidarität, Projekte an der Bildungseinrichtung finanziell und organisatorisch zu unterstützen, ist nach wie vor groß. „In unserem Verein befinden sich momentan rund 110 Mitglieder, die nicht nur in Rochlitz, sondern überall in Deutschland sowie im Ausland verstreut leben und mit ihren Beiträgen als auch Spenden Initiativen am Gymnasium mitfinanzieren“, sagt die Vorsitzende Rita Döring.
Darunter befindet sich auch der ehemalige Absolvent Gerhard Kietz, dem selbst heute noch mit seinen 89 Jahren das Wohl der Bildungsstätte sehr am Herzen liegt. „Im Alter von 16 Jahren bin ich der Realia beigetreten, da ich vor allem den Gedanken des Zusammenhalts der Schülerschaft begrüßte, der damals viel greifbarer war, als es heutzutage der Fall ist“, erzählt der rüstige Rentner mit etwas Wehmut. Denn weil immer mehr ehemalige Rochlitzer Schüler aus der Region wegziehen, würde die Verbindung zur alten Bildungsstätte gänzlich verloren gehen, glaubt der 89-Jährige.
„Für den Förderverein ist das ein Grund, zukünftig noch gezielter mit den Mädchen und Jungen am Gymnasium zusammen zu arbeiten, um neue Mitglieder zu gewinnen und damit die Vereinsstruktur zu verjüngen“, betont Döring. Ihrer Meinung nach ist der Name des Fördervereins noch immer weitestgehend unbekannt unter den Schülern. Und das trotz seines spürbaren Engagements in den vergangenen Jahren.
Die Unterstützung reichte unter anderem von der Mitfinanzierung eines Blüthner-Flügels über die Anschaffung einer Funkanlage für die Arbeitsgemeinschaft bis hin zur Installation einer kleinen Orgel in der Aula als auch der Organisation von Schulfesten und Informationstagen. Außerdem genossen dank der Förderer von Realia besondere Talente am Gymnasium eine musikalische Ausbildung und Schüler aus sozialschwachen Familien wurden mit Geld für Klassenfahrten unterstützt.
In den kommenden Jahren sollen weitere Projekte folgen. „Wir denken dabei unter anderem an den Erhalt des mehr als 100 Jahre alten Kronleuchters, der an der Decke der Aula hängt und im Rahmen der jetzigen Baumaßnahme gleich mit saniert werden soll“, blickt Döring voraus. Für das ehrgeizige Vorhaben sucht der Förderverein noch Sponsoren, da sich sie Restaurationskosten wohl auf einen fünfstelligen Betrag belaufen werden.
Das Engagement des Bündnisses hat derweil nicht nur bei der Schulleitung positive Spuren hinterlassen, sondern ebenso in der Rochlitzer Stadtverwaltung. „Heute einen aktiven Förderverein für das Gymnasium im Rücken zu haben, der stützt und unterstützt, ist für die Einrichtung und die Stadt selbst wichtiger denn je“, so Bürgermeisterin Kerstin Arndt (FDP). Den lobenden Worten konnte sich Vize-Schulleiterin Ilona May nur anschließen: „Ich freue mich auch auf eine enge Zusammenarbeit. Vor allem wenn es darum geht, neue Schüler für das Gymnasium und letztlich auch dessen Erhalt zu gewinnen. Die Mitglieder unterstützen uns dabei mit einer breiten Öffentlichkeitsarbeit.“

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Schwelgen in Erinnerungen: Hans-Joachim Ganz (links), ehemaliger Schulleiter des Gymnasiums, die beiden Absolventen Gerhard Kietz und Ruth Wüstefeld (rechts) sowie Vorstandsvorsitzende Rita Döring blättern in einem erst kürzlich vom Verein ersteigerten Buch aus dem Jahre 1635, in dem der Rochlitzer Lehrer Johann Mathesius Predigen verfasste.
–Foto: Ralf Härtel

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